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Weine nicht, wenn Du mich liebst


Weine nicht,
ich verspreche Dir,
wo immer Du bist,
ich bin bei Dir.

Weine nicht,
ich bitte Dich,
liebe Dein Leben,
so wie Du mich.

Weine nicht,
ich wünsche mir,
erlieg nicht dem Kummer,
freu Dich der Zeit mit mir.

Weine nicht,
glaube mir,
du hast die Kraft,
ich bin ein Teil von Dir.

Weine nicht,
ich bitte Dich,
lebe, liebe und lache -
Ich liebe Dich.

von Eberhard Dörr

Frühling am Rotter See


Warme Sonnenstrahlen schmeicheln wohltuend
winterblasser Haut.
Ein Vater mit Kind, das fasziniert den grünblau
schimmernden See bestaunt.
Angler - stillschweigend am Ufer sitzen.
Verliebte - Liebesschwüre in Rinde ritzen.
Radfahrer, die gutgelaunt ihre
Trainingsrunden drehen -
Läuferinnen, deren langen Haare anmutig
im Frühlingsduft wehen.

Dies zu erleben, dabei wird schnell klar -
Frühling, das Leben, es ist wunderbar.

von Eberhard Dörr

Liebe bleibt


Jahrestag -

das Unfassbare ist geschehen

Warum -
nicht im Ansatz zu verstehen

Gedanken -
gefesselt von Traurigkeit

Seele -
eingehüllt in schwarzem Kleid

Blicke -
hilflos in den nächtlichen Himmel verreisen


... halte inne


Farben -
sanft leuchtend auf Verbundenheit hinweisen

Schmetterling -
dem Herzen nah und doch so fern

Liebe -
für immer - strahlend dem Stern.


Zum Gedenken an Janine


Wir vermissen Dich - kleine Große
Deine Familie


von Eberhard Dörr

Sonne


Wenn du die Sonne sehen willst,
musst du den Kopf erheben.
Darum schreite, wenn Dir danach ist -
mit erhobnem Haupt durchs Leben.


von Eberhard Dörr

Ehestreit


Für die einen ist´s das Salz in der Suppe,
den anderen ist es gänzlich schnuppe,
und manch Sensiblen wiederum -
bringt´s um.


von Eberhard Dörr

Autos


Autos gibt´s wie Sand am Meer,
sie fahren kreuz, sie fahren quer,
das eine groß, das andere klein,
doch alle haben ein´s gemein.
Schläft der Fahrer allzu sehr
stockt der fliessende Verkehr.


von Eberhard Dörr

Die muntere Biene


Eine muntere Biene fliegt durch die Luft,
erfreut sich am süßen Blütenduft.
Glücklich läßt sie sich am Bächlein nieder
und reinigt ihr gestreiftes Mieder.
Plötzlich fällt sie ins kühle Nass hinein,
eine Forelle denkt: wie fein -
schluckt das Bienchen rasch hinunter -
nun ist die Forelle munter.


von Eberhard Dörr

Liebestanz


Ein Pudel, leicht ergraut, doch voller Eleganz
vollführt mit seiner Freundin einen Liebestanz.
Menschen bleiben stehen, starren, finden´s frivol -
die Hunde indes - fühlen sich - pudelwohl.


von Eberhard Dörr

Nächstenliebe


Ich stand am Tresen ganz allein,
da kam ein Fremder zur Kneipe hinein.
Ich war frustriert, mit den Nerven ziemlich runter
der Fremde hingegen erschien mir recht munter.
Plötzlich sprach er mich von der Seite an
und sagte: "Hör mal man,
es gibt doch keinen Grund depressiv zu sein,
komm, ich lad Dich zu einem Bierchen ein!"
Doch bei einem Bier ließ er es nicht bewenden
und auch seine Erzählungen wollten nicht enden.
Er sprach von seiner Familie, von dem was er so macht
und wie sehr ihn das Leben mit Glück hat bedacht.
Was in mir vorging, schien ihn nicht zu interessieren,
stattdessen ließ er noch schnell zwei Klare servieren.
Trotz aller Mühe ließ er mich nicht zu Worte kommen
und langsam machte mich der Alkohol benommen.
Der Kopf wurde mir schwer, ich starte auf den Tresen
und es kam mir so vor
als wär ich die ganze Zeit allein gewesen.
Als ich wieder aufsah, war der Fremde fort,
ich hingegen
saß mit meinen Problemen noch immer am gleichen Ort.

Später kam der Wirt und sagte zu mir:
"Man laß den Kopf nicht hängen,
in einer Kneipe ist niemand allein -
ach ja, Dein Freund meinte, die Rechnung sei Dein!"


von Eberhard Dörr

Herbst


Vergilbt und matt,
hängt am Ast ein Blatt.
Ihm schaudert vor dem tiefen Fall.
Plötzlich erhallt ein lauter Knall.
Ein Blitz ist in den Baum geschlagen
und zwingt ihn in den Straßengraben.
Gemeinsam teilen sie nun ihr Leid -
verliert doch der Baum weit mehr,
als nur sein Blätterkleid.


von Eberhard Dörr